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Verarbeitung von Kunstleder


Im Allgemeinen wird als Kunstleder der Verbund von textilem Gewebe mit einer Beschichtung aus Kunststoff verstanden.
Hierbei handelt es sich um Kunstfaser- oder Naturfasergewebe (Baumwolle), welches mit einer weichen PVC-Schicht beschichtet ist. Spezielle Kunstleder besitzen anstelle der PVC-Beschichtung eine Polyurethan-Beschichtung.


Die Verarbeitung des Kunstleders ist eigentlich bei allen Sorten gleich. Kunstleder können wie Stoffe zugeschnitten und genäht werden. Sie können geheftet, geklebt oder genagelt werden. Einige werden auch mit speziellen Maschinen miteinander verschweißt (HF-Schweißen, Hochfrequenz Schweißen).

Kunstleder sind unterschiedlich dehnfähig. Im Wesentlichen hängt die Dehnfähigkeit vom Trägergewirke ab. Diese Natur-/ Kunstfasern oder Strickgewirke bestimmen, ob das entsprechende Kunstleder sich in X- oder Y-Achse dehnen lassen, oder ob es sich überhaupt verspannen lässt.


Umspannen von Kanten und Radien


Dehnfähige Kunstleder lassen sich problemlos um Radien und Kanten ziehen. Hierbei gilt, umso größer der Radius, desto sauberer und faltenfreier lässt sich die Kante umspannen. Auch können Kunstleder mit einem Heißluftgebläse/Heißluftfön erwärmt werden, um so die Dehnbarkeit um ein vielfaches zu erhöhen. Probieren Sie es zuerst an einer nicht sichtbaren Stelle. Sollte das Material zu heiß werden, gibt es irreparable Schäden an der Struktur der Oberfläche. Erwärmen Sie immer nur die Stelle, die Sie gerade bearbeiten möchten. Beachten Sie bitte auch, dass erwärmtes Kunstleder beim heften (tackern) leichter durchschossen werden kann und somit evtl. reißt, oder schon beim kräftigen ziehen zerreißen kann.


Kleben von Kunstleder auf Flächen


Sie können Kunstleder auf ebenen Flächen und auf Schaumstoff verkleben. Je nach Größe der Fläche und gewünschter Haftung, sind die unterschiedlichen Kleber zu wählen.
Für eine geringe Haftung, bei größeren Flächen, oder ebener Oberfläche: Sprühkleber aus der Sprühdose z.B. von TESA.
Lange Haltbarkeitsdauer, unebener Grund, hohe Saugkraft der Fläche: z.B. PATTEX KOMPAKT
Wird eine wärmebeständige Verklebung (Motorradsitzbank) benötigt: z.B. PATTEX HOCHWARMFEST
Für die industrielle Anwendung gibt es Klebstoffe die mit Fließbecherpistolen verspritzt werden können.
Wichtig bei allen Klebern ist, die Gebrauchsanweisung genau zu beachten. Gerade die Ablüftzeit ist entscheidend für die Haltbarkeit der Klebestelle.


Nähen von Kunstleder


Sie können Kunstleder mit der Hand, oder einer Haushaltsnähmaschine nähen. Die Haushaltsnähmaschine kann jedoch, je nach Stärke des Kunstleders, überfordert sein. Gerade wenn drei, oder mehr Schichten Kunstleder vernäht werden sollen, kann die Nadel brechen oder der Stofftransport versagen. Grundsätzlich spricht aber, bei einfachen Arbeiten, nichts gegen die Verarbeitung mit einer Haushaltsnähmaschine.
In der Industrie wird Kunstleder mit „Dreifachtransport Industrienähmaschinen“ genäht. Dreifachtransport bedeutet, dass es zwei Oberfüße gibt, welche alternierend das Kunstleder zusammen mit dem Untertransport bewegen. Zusätzlich befindet sich die Nadel während des Transportes weiterhin im Material und verhindert so ein durchrutschen. Üblicherweise sollte zum nähen ein Polyesterfaden anstelle von Baumwolle verwendet werden.


Reinigung und Pflege


Kunstleder benötigt keine erhaltende Pflege. Ist Kunstleder größeren Mengen von Körperschweiß ausgesetzt (z. B. Fitnessstudio), sollte es regelmäßig mit warmen Wasser und einer leichten Seifenlösung abgewischt werden. Kunstleder aus PVC (üblich) enthält Weichmacher. Diese Weichmacher werden durch Körperschweiß ausgetrieben und das Kunstleder wird hart. Die Folge ist ein „Zerbrechen“ der Oberfläche. Eine regelmäßige Entfernung des Schweißes verlangsamt diesen Prozess.
Wurde das Kunstleder mit Farbe oder Kugelschreiber verunreinigt, ist die Reinigung in der Regel nur innerhalb sehr kurzer Zeit möglich. Wenn die Farbe erst tief in das Material eingedrungen ist, ist eine Reinigung unmöglich. Sollten Sie die Verunreinigung rechtzeitig bemerken, empfiehlt es sich, die verschiedenen Reiniger wie z.B. Glasreiniger, Kunststoffreiniger oder Reinigungsbenzin zuerst an einer nicht sichtbaren Stelle auszuprobieren, um eine Zerstörung der Oberfläche auszuschließen.
Helle Kunstleder sind in der Regel sehr empfindlich gegenüber Textilfärbemitteln. So sind zum Beispiel Sitzflecken von Jeanshosen resistent gegen Reinigungsmittel. Die meisten Kunstlederhersteller empfehlen eine Reinigung mit einem Mikrofasertuch, warmen Wasser und Seife, somit geschieht die Reinigung mit Kunststoffreinigern etc. auf eigene Gefahr.

 

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